Hygiene für den Vogel
Die Sauberkeit im Käfig eurer Vögel sowie im
Umgang mit ihnen ist nicht nur wichtig, um die Tiere vor Krankheiten zu schützen,
sondern auch euch!
Übermäßige Reinigung oder ständiges desinfizieren des
Käfiges samt Käfigausstattung schaden jedoch mehr, als sie nutzen.
Das Immunsystem der Vögel würde dadurch geschwächt, weil es
nicht "trainiert" werden kann.
Die Körperpflege des Nymphensittichs
Wie die meisten Vögel, sind Nymphensittiche sehr
reinliche Tiere. Mehrmals täglich werdet ihr eure Vögel dabei beobachten
können, wie sie sich längere Zeit putzen. Hierbei handelt es sich
um die Ordnung, dem Putzen und dem Sortieren der einzelnen Federn. Jede Feder
zieht der Nymphensittich durch seinen Schnabel, um sie so von Staub und anderem
Schmutz zu reinigen. Zudem glättet er dabei die Federn und versieht sie
mit Fett, welches in einer speziellen Hautdrüse (Bürzeldrüse,
die am Ende des Rückens, kurz vor dem Schanzansatz sitzt) produziert
wird.
Das Fett sorgt dafür, daß das Gefieder wasserdicht ist. Das hat
zur Folge, daß ein Nympehnsittich auch bei Regen fliegen kann, dabei
nicht bis auf die Haut durchnäßt wird und nicht friert.
Das Einfetten des Gefieders geschieht mit dem Schnabel -lediglich die Kopffedern
reibt der Nymphensittich direkt an der Bürzeldrüse ein.
Den Schnabel säubert der Nymphensittich, indem er ihn an einem Ast oder
einem Kratzstein reibt. Dadurch fällt Schmutz (gerade nach dem Fressen
von Obst) ab, und scharfe Kanten werden beseitigt.
Das Baden des Nymphensittichs:
Da viele Nymphensittiche gerne baden, kann dies
durchaus zur täglichen Köperhygiene gehören.
Am liebsten duschen Nymphensittiche, indem sie sich "beregnen" lassen.
Dabei breiten sie ihre Flügel aus, um das Wasser so an alle Stellen ihres
Körpers gelangen und keinen Tropfen verloren gehen zu lassen.
Im Käfig oder der Voliere kann es dazu kommen, daß sich die Tiere
kopfüber an das Dach der Behausung hängen und versuchen, jeden Wassertropfen
zu erreichen.
Dem Badebedürfnis eurer tiere solltet ihr so oft wie möglich nachkommen.
Dies gilt jedoch nicht nur für die Sommer-, sondern auch für die
Wintermonate, da die Heizungsluft sehr trocken ist und den Nymphensittichen
zu schaffen macht.
Das Baden steigert das Wohlbefinden unsere gefiederten Hausgenossen, ist zugleich
Beschäftigung für sie und zieht die Gefiederpflege nach sich.
Allerdings muß beachtet werden, daß man die Tiere nur am Vormittag
oder zumindest am Tage duscht, damit sie genügend Zeit haben, ihr Gefieder
zu trocknen.
Niemals die Vögel abends naß machen und dann das Licht im Raum
löschen, denn so würden die Tiere frieren und sich erkälten!
Wenn ihr nicht die Möglichkeit habt, den Tieren natürlichen Regen
(natürlich nur im Sommer!) zu bieten, dann könnt ihr diesen auch
mit einer handelsüblichen Blumenspritze, in der keine Reste von Chemikalien
sein dürfen, imitieren. Hierbei könnt ihr unbesorgt heißes
Wasser in die Blumenspritze einfüllen. Ihr werdet sehen, wenn ihr die
Düse auf ganz feines Zerstäuben stellt, kommt das Wasser wohltemperiert
heraus.
Wenn eure Tiere auch eine Badewanne -z.B. eine nicht zu tiefe, recht breite
Tonschale oder aber ein handelsübliches Badehaus für Großsittiche
aus dem Zoofachhandel-, können die Vögel selbst bestimmen, wann
sie baden wollen.
Ebenfalls möglich ist es, den Tieren ein Taubad
anzubieten. Hierbei wird den Nymphensittichen eine flache Schale mit feuchten
Blättern (von unbespritzen Bäumen!) gereicht. Das "Baden"
dort drin kommt einem Taubad gleich, welches Nymphensittiche in ihrer Heimat
am frühen Morgen genießen, während sie auf der Suche nach
Nahrung durch taunasse Gräser und Zweige laufen.
Jedoch müßt ihr hier wiedwerum darauf achten, daß das nasse
Laub nicht zu lange im Käfig liegt, da es sonst schimmeln oder faulen
kann, was wiederum für die Tiere gefährlich ist!