So brüten Nymphensittiche in ihrer Heimat

Behausung Nymphensittiche sind Höhlenbrüter. Im Hinblick auf die Wahl ihres Nistplatzes sind sie keineswegs wählerisch. Sie stellen keine besonderen Ansprüche an Lage und Form der Höhle. Es wird ebenso gerne ein waagerechter Ast, wie eine senkrechte Höhle in einem Baumstamm genommen. Sir brüten sogar in nach oben teilweise offenen Mulden abgebrochener Baumstämme. Da solch passenden Bäume jedoch selten sind, gibt es bei den Nymphensittichen kein allzu strenges Revierverhalten. Zudem bedeute der Schwarm für den einzelnen Jungevogel ja auch Sicherheit. Nur direkt am Nesteingang werden andere Nymphensittiche vertrieben.
Brutperiode Die Tiere brüten in Australien meist zwischen August und Dezember, wobei jedoch Ausnahmebruten über das ganze Jahr hin verteilt sind.
Nestgröße & Besonderheiten Es werden etwa 5 Eier (im Abstand von zwei Tagen) gelegt und 21 Tage gebrütet. Hier zeigt sich das außergewöhnliche Verhalten wie bei den Kakadus:
Die gegenseitige Fütterung beider Geschlechter während der Brutzeit fehlt. Statt dessen findet eine regelmäßige Brutablösung des Weibchens durch das Männchen statt. Bei Tag brütet das Männchen, nachts ist das Weibchen an der Reihe.
Entwicklung
der Jungtiere
Nach etwa 19 Tagen schlüpfen die Jungen (ebenfalls im Zweitagesrythmus).
Sie sind nackt und hilflos und kuscheln sich aneinander, um sich zu wärmen und zu schützen. Die Mutter hält sie warm und umsorgt sie, wobei sie anfangs die Jungen alleine füttert. Das Futter erhält sie am Nesteingang vom Männchen. Das Männchen beteiligt sich jedoch mehr am Füttern, je größer die Jungen werden.
Flügge werden Nach ca. 4-5 Wochen klettern die Kleinen an das Ausflugloch des Niststammes und trainieren ihre Flügel. Schließlich wagen sie den ersten Schritt hinaus auf den Nistbaum, auf dem sie noch weitere zwei bis drei Wochen betreut werden (was in der Regel vom Vater übernommen wird).
Integration
in den Schwarm
Die kleinen Nymphensittiche lernen das Leben im Schwarm kennen, schließen sich zu Jungtiergruppen zusammen und werden schließlich in den Schwarm integriert.