Die Eiablage

Die Eiablage wird in der Fachsprache auch "Oviparie" genannt.

Der Eileiter mündet bei Vögeln in die Kloake. Von hier aus verlässt das Ei durch Muskelkontraktion den Körper und wird schließlich ins Nest gelegt. Meist kann man bei den Weibachen vor der Eiablage deutlich den Legebauch erkennen.

Vor der Eiablage ziehen sich die Weibchen in ihren Nistkasten zurück.
Vögeln, denen kein Nistkasten zur Verfügung steht, setzen sich häufig in eine Käfigecke oder suchen sich z.B. in einer Schublade beim Freiflug einen Nistplatz.
Die Nymphensittich-Dame legt meistens zwischen 4 und 6 Eier im Abstand von je zwei Tagen.
Das erste Ei wird etwa 1 Woche nach der Paarung gelegt. Jedoch beginnt das Paar meist erst nach dem zweiten Ei zu brüten, wobei sich die Partner abwechseln.
Wenn ein Hahn nicht so sorgfältig mitbrütet, kann es passieren, daß das Weibchen nicht genügend Geduld aufbringt, die ganze Arbeit alleine zu erledigen und folglich das Gelege zu lange alleine läßt. Die Eiere kühlen somit aus und die Embryonen sterben ab. Dieser Fehler kann auch einem übereifrigen sowie unerfahrenen Pärchen unterlaufen. Schon aus dem Grunde sollte man die Tiere nicht zu jung zur Brut schreiten lassen.
Das Fütterungsverhalten zwischen Männchen und Weibchen, wie man es bei Wellensittichen beobachten kann, gehört bei den Nymphensittichen nicht zur Balz. Die Henne sorgt selbst für ihr Futter und wird währenddessen vom Hahn beim Brüten abgelöst.
Allerdings kann es auch vorkommen, daß einmal beide Tiere nicht auf dem Gelege sitzen, sondern sich putzen oder fressen. Geschieht dieses nur für kurze Zeit, so ist für das Gelege nichts zu Befürchten.

Sind die Eier tatsächlich befruchtet, so schlüpfen in der Reihenflge der Eiablage nach 18-21 Tagen die Küken. Haben die Tiere erst nach dem zweiten oder sogar dritten Ei mit der Brut gegonnen, so können an einem Tag mehrere Nymphis schlüpfen.
Sind die Babys noch sehr klein, ist es wichtig, die Eltern nicht durch übertriebene Neugierde zu oft zu stören. Gelegentliche Kontrollen am Nistkasten werden aber meist toleriert, und sollten auch wirklich durchgeführt werden, um sich nach dem Wohle der Kleinen zu erkundigen.

Auch bei einzeln gehaltenen Weibchen kann es ab und an zum Eierlegen kommen. Niemals sollte man die Eier sofort entfernen, da dies nur zur Neuproduktion anregt. Lasst die Henne einfach eine Zeitlang die Eier bebrüten. Dies spart dem Tier Kraft.
Besitzt ihr ein Pärchen, möchtet aber keine Jungen, bietet den Tieren auf keinen Fall einen Nistkasten an. Sind jedoch schon Eier gelegt, stecht die Eier an beiden Polen mit einer Nadel an, damit sich keine Embryonen mehr entwickeln können. Auch das Abkochen der Eier führt zum Absterben der Embryonen. Eine andere Möglichkeit wäre, die gelegten Eier gegen Kunsteier auszutauschen (erhältlich in Zoofachgeschäften und natürlich in Internet-Shops).