Ei-Entwicklung

Die Wissenschaft von den Eiern wird in der Fachsprache "Oologie" genannt.

Entwicklungsgeschichtliche Gedanken

Im Gegensatz zum Säugetier befindet sich das Ei beim Vogel nur kurze Zeit im Mutterleib. Dieses ist für den Vogel von erheblichem Vorteil hinsichtlich des Körpergewichts und der Beweglichkeit.

Die Entstehung eines Eies im Vogelleib

Im Eierstock des Nymphensittichs bilden die Follikel eine Eizelle (Oozyte) sowie umgebende Hüll- und Nährzellen.
Der Dotter mit dem Eikern entsteht. Nach dem Follikelsprung wandern die Eizellen in den Eileiter (Ovidukt).
Im Eileitertrichter (oberer Teil des Eileiters) erfolgt die Befruchtung.
Auch wenn das Ei unbefruchtet ist wird es weiter ausgebildet.

Nun wird dem Eidotter im Eileiter in mehreren Schichten das Eiklar (Eiweiß / Albumen) zugefügt. Dieses Eiklar dient dem Küken als Eiweiß- und Wasservorrat.

Im Uterus findet der längste Teil der Entwicklung statt - er dauert etwa einen Tag. Das Volumen nimmt hier zu, da das Eiweiß durch das von der Uteruswand abgeschiedene mineralsalzreiche Sekret aufquillt. Auch die Kalkschale wird hier gebildet. Dem Blut des Weibchens wird durch die Kalkdrüse Kalzium entzogen, welches der Bildung der Eierschale dient.
Das Ei wird nun von zwei Lagen faseriger Schalenhaut umgeben. Am stumpfen Ende bildet sich eine Luftblase.
Die Dicke der Kalkschale des Eis beträgt ca. 0,2 mm.

Das Ei wird im Eileiter mehrfach gedreht. Diese Drehung führt zur typischen Eiform und es kommt zur Entstehung der Hagelschnüre (Chalaza). Die Hagelschnüre halten den Dotter in der Mitte des Eies.
Die Kalkschale wird noch durch ein Oberhäutchen (Cuticula) bedeckt, welches die poröse Kalkschale vor dem Eindringen unerwünschter Keime schützt. Die Cuticula trocknet nach der Eiablage gleich an der Schale an.

Der Aufbau eines Vogeleies

Die Eischale

Diese dient dem Schutz des Embryos vor äußeren Einflüssen. Sie ist durchzogen von Poren, welche sich am stumpfen Ende des Eies häufen. An dieser Stelle liegt auch die Luftkammer, welche der Sauerstoffversorgung des Embryos dient. Durch die Poren in der Schale erfolgt ein ständiger Gasaustausch (Atmung). Auch die für die Entwicklung des Embryos unerlässliche Abgabe von Wasser wird durch die Poren ermöglicht. Etwa 0,02% der Schalenoberfläsche bestehen aus Poren. Der Baustoff der Schale ist Kalzium, welches wiederum dem Knochenaufbau des Kükens dient.


Die genaue Konstruktion der Eischale ist abhängig von mehreren Faktoren:

Temperatur, Feuchtigkeit, Umgebung, Höhenlage etc.

Die Schalenqualität ist individuell unterschiedlich. Eine schlechte Schalenqualität kann z.B. durch folgende Faktoren enstehen:

Ernährungsfehler, Vererbung, Mangelzustände oder Entzündungen im Legetrakt